slider-unternehmen-adobestock-189242145

Über 200 Jahre Peter Hüssen Nachfolger

Wir freuen uns auf Ihre Aufgabe. Kontaktieren Sie uns!

1818 – Die Anfänge

Man schreibt das Jahr 1818. Eine Zeit der Postkutschen und Segelschiffe – lange vor Telefon, Fax, E-Mail, Handy und Automobil. In dieser Zeit gründet Peter Hüssen in Wermelskirchen einen Betrieb, der sich zunächst mit dem Handel von Farben und Giftstoffen sowie ausländischen Gewürzen und Teesorten beschäftigt.

Mit kaufmännischem Geschick und einem ausgeprägten Unternehmergeist etabliert sich das Unternehmen schnell und erarbeitet sich einen guten Ruf. Die historischen Geschäftsbücher aus dieser Zeit befinden sich noch heute im Besitz des Unternehmens.

1857 – Übergang in die nächste Generation

Nach dem Tod des Firmengründers übernimmt sein Sohn Peter Hüssen das Geschäft. Auch er führt das Unternehmen mit großem kaufmännischem Geschick, verstirbt jedoch bereits 1857.

Daraufhin übernimmt seine Schwester Cornelia, gemeinsam mit ihrem Ehemann Ferdinand Stange, die Verantwortung für das Familienunternehmen. Unter dem Namen „Peter Hüssen Nachfolger, Inh. Ferdinand Stange“ wird die Tradition fortgeführt.

1889 – Die nächste Generation

Nach dem Tod von Ferdinand Stange übernimmt 1889 sein Sohn Ferdinand Stange jun. den Betrieb. Die zunehmende Industrialisierung bringt neue Wettbewerber und wirtschaftliche Herausforderungen mit sich.

Der Erste Weltkrieg und die anschließenden wirtschaftlichen Krisen stellen das Unternehmen vor große Herausforderungen. Dennoch gelingt es Peter Ferdinand Stange, dem Sohn von Ferdinand Stange jun., das Unternehmen durch diese schwierige Zeit zu führen.

1920er Jahre – Mit Unternehmergeist durch die Krise

Nach seinem Chemiestudium und seiner Tätigkeit als Chemiker während des Ersten Weltkriegs kehrt Peter Ferdinand Stange in das Familienunternehmen zurück. Mit großem persönlichem Einsatz, kaufmännischem Geschick und fachlicher Kompetenz baut er das Unternehmen nach dem Krieg wieder auf.

Auch die Inflation und die Weltwirtschaftskrise stellen das Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen. Mit Ausdauer und unternehmerischem Weitblick gelingt es jedoch, den Betrieb erfolgreich durch diese schwierigen Jahre zu führen.

1934 – Neue Produkte für das Malerhandwerk

1934 übernimmt Peter Ferdinand Stange im Bezirk Köln-Aachen den Alleinvertrieb für die neu entwickelten Cellulose-Klebstoffe Glutolin und Glutofix. Darüber hinaus werden weitere Produkte wie Durablanc und Bakola vertrieben.

Durch eigene Fachvorträge und intensive Beratung gelingt es, die neuen Produkte im Malerhandwerk zu etablieren.

1938/39 – Aufbruch in die Farbenproduktion

Der innovative Unternehmergeist von Peter Ferdinand Stange führt zu ersten Versuchen, eine Fassadenfarbe auf Wasserbasis herzustellen.

1938/39 werden erste Fässer des Bindemittels Mowilith von den Farbenwerken Hoechst bezogen. Die Versuche an den eigenen Gebäuden verlaufen erfolgreich und legen einen wichtigen Grundstein für die spätere Entwicklung der Dispersionsfarben.

1939–1945 – Krieg und Wiederaufbau

Am 13. April 1939 tritt Änne Schley, geb. Gnest, nach ihrer Ausbildung an der Handelsschule in das Unternehmen ein. Sie absolviert eine Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau und wird zu einer wichtigen Stütze des Unternehmens.

Während des Zweiten Weltkriegs werden Wohn- und Geschäftshäuser durch Bombenangriffe schwer beschädigt. Gemeinsam gelingt es Peter Ferdinand Stange und Änne Schley, Lagerbestände und Geschäftsräume trotz größter Gefahren vor der vollständigen Vernichtung zu bewahren.

Nach Kriegsende beginnt der erneute Aufbau des Unternehmens.

1952 – Verstärkung durch Peter Schley

1952 tritt Peter Schley in das Unternehmen ein. Durch seine kaufmännische Ausbildung und den Besuch der Farbenschule verfügt er über umfassende Kenntnisse im Bereich der Farben und Lacke.

1960 – Neue Führung

Nach dem Tod von Peter Ferdinand Stange im Jahr 1960 übernehmen Änne Schley und Peter Schley gemeinsam die Leitung des Unternehmens.

Während Peter Schley für Verkauf und Fabrikation verantwortlich ist, übernimmt Änne Schley die kaufmännische Leitung. Unter ihrer gemeinsamen Führung entwickelt sich das Unternehmen kontinuierlich weiter.

Der Schwerpunkt liegt zunehmend auf der Herstellung von Dispersions- und Distemperfarben sowie Lacken.

1977 – Die nächste Generation tritt ein

Am 2. Juli 1977 tritt Jürgen Gnest, der Neffe von Änne Schley, nach abgeschlossenem Chemiestudium in das Unternehmen ein.

Mit seinem Eintritt beginnt eine neue Generation, Verantwortung im Familienunternehmen zu übernehmen.

1979 – Gründung der Peter Hüssen Nachfolger Farben GmbH

1979 gründen Änne und Peter Schley die Peter Hüssen Nachfolger Farben GmbH neben der bestehenden Besitzgesellschaft „Peter Hüssen Nachfolger, Inh. Änne Schley“.

Änne Schley übernimmt als beherrschende Gesellschafterin und Geschäftsführerin die Verantwortung, während Peter Schley ebenfalls als Gesellschafter und Geschäftsführer tätig ist.

1984 – Jürgen Gnest übernimmt Verantwortung

Nach dem Tod von Peter Schley im Jahr 1984 übernimmt Jürgen Gnest dessen Geschäftsanteile. Damit wird er neben Änne Schley geschäftsführender Gesellschafter und führt die Familientradition in der nächsten Generation fort.


1994–1998 – Engagement in der Branche

Von 1994 bis 1998 ist Jürgen Gnest erster Vorsitzender des VILF – Verband der Ingenieure des Lack- und Farbenfaches. Seine langjährige Verbandsarbeit wird später gewürdigt: Seit 2014 ist er Ehrenmitglied des Verbandes.

2005 – Übergang in die alleinige Gesellschafterstellung

Am 2. April 2005 übernimmt Jürgen Gnest die Geschäftsanteile von Änne Schley. Damit wird er zum alleinigen Gesellschafter der Peter Hüssen Nachfolger Farben GmbH.


2009 – Kooperation mit REMONDIS

Ein wichtiger Meilenstein in der Unternehmensentwicklung ist die im Jahr 2009 geschlossene Kooperation mit der REMONDIS Production GmbH.

Durch diese Zusammenarbeit beginnt die Herstellung von schadstofffreien Dispersionsfarben unter Verwendung des Rohstoffs CASUL®.


2013 – Ausbau der Produktion

2013 werden die Produktionsanlagen in Köln ausgebaut. Damit schafft das Unternehmen die Voraussetzungen für eine weitere Steigerung der Produktionskapazitäten und eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Unternehmens.


2020 – Ausbau der Produktionskompetenz

2020 wird die Produktion gezielt erweitert. Mit dem Ausbau des Bereichs der industriellen Lohnabfüllung und Fertigung flüssiger Rohstoffe werden zusätzliche Produktionskapazitäten geschaffen und das Leistungsportfolio des Unternehmens weiter ausgebaut.


2023 – Neue Verantwortung

Anfang 2023 wird Herr Frank Schmitz nach vielen Jahren erfolgreicher Tätigkeit im Unternehmen – unter anderem als Leiter der Bereiche Produktion und Einkauf – zum Geschäftsführer ernannt.

2026 – Erweiterung des Leistungsportfolios

Seit März 2026 übernimmt das Unternehmen neben der bisherigen Lohnabfüllung und Fertigung nun auch den Vertrieb der CASUBLANCA® Farben. Damit wird das bestehende Leistungs- und Produktportfolio gezielt erweitert und um ein hochwertiges Farbsystem ergänzt.

Chronik